Den Glauben erlebbar und erfahrbar machen

Weihbischof Otto Georgens spendet 64 Jugendlichen der Pfarreiengemeinschaft St. Hildegard, Herz Mariae und St. Barbara – Schnappach das Sakrament der Firmung

 

Wer in diesen Tagen die Hildegardskirche betritt, wird überwältigt von einem Altarbild ganz besonderer Art. Es ist das sichtbare Ergebnis der Firmvorbereitung, in der sich 64 Firmlinge aus der Pfarreiengemeinschaft seit November letzten Jahres auf den Empfang des Sakramentes vorbereitet haben. Bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass das Bild zwar eine Gesamtheit ergibt, aber aus vielen Einzelteilen besteht. Insgesamt 68 individuell gestaltete Leinwände fügen sich zu einem „Glaubensteppich“ zusammen. Einzige Gemeinsamkeit aller Bilder sind Textschnipsel.

Der 30 Meter lange Gebetsteppich des letzten Firmkurses, auf dem mehr als 1200mal das Glaubensbekenntnis geschrieben stand, wurde in Streifen geschnitten und diente als Grundlage für jedes Bild. So legte jeder Firmling seinen Glaubensweg zu Grunde, der sich durch jede der Leinwände zieht und auf dem gemeinsamen Glauben aufbaut. Man erhält einen Einblick in die unterschiedlichsten Gestaltungen, in die verschiedensten Ansichten und Meinungen. Die „Glaubenslinie“ zieht sich ganz individuell durch unser aller Leben.

Weihbischof Otto Georgens war beim Gottesdienst in der vollbesetzten Hildegardskirche am Vorabend von Christi Himmelfahrt sehr beeindruckt von den Kunstwerken der Jugendlichen und sprach ihnen ein großes Lob aus. Sie haben so ihren Glauben für alle sichtbar gemacht. Glauben muss erlebbar und erfahrbar sein. Das ist die Pflicht eines jeden Christen. Wir dürfen nicht faul sein, sondern müssen aufstehen und einstehen für das, was uns wichtig ist, ermutigte der Weihbischof die Jugendlichen in seiner Predigt. Die Kraft dazu hat Jesus seinen Jüngern und so auch uns durch den Heiligen Geist geschenkt. Deutlich wurde dies jedem einzelnen Firmling bei der Spendung des Sakramentes durch den Weihbischof zugesagt. Dies war für die Jugendlichen ein besonders beindruckender Moment der Feier, die von der Singschule St. Hildegard musikalisch gestaltet wurde. Viele nutzten im Anschluss an den Gottesdienst die Gelegenheit, mit dem Weihbischof noch persönlich ins Gespräch zu kommen.

Der Glaubensteppich wird noch bis Pfingsten in der Kirche zu sehen sein. Danach bekommen die Firmlinge ihr eigenes Bild zurück, das sie nicht nur an ihre Firmvorbereitung erinnern soll, sondern auch daran, auf welchem Glaubensfundament sie stehen und aufbauen.

 

 

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